Single opt-in und eine neue Masche?


19. Dezember 2009 4 Kommentare
Eine neue Masche? Folgendes ist hier kürzlich passiert:

Ein Mandant bietet auf seiner Website die Möglichkeit, sich für einen Newsletter anzumelden – aber ohne double opt-in. Eine E-Mail-Adresse wird eingetragen, ein Newsletter verschickt, und postwendend flattert die Abmahnung ins Haus. Der Inhaber der Adresse (ein Kleinunternehmer) habe sich nie registriert, der Newsletter sei Spam, der Mandant möge die beigefügte Unterlassungserklärung abgeben und dem Abmahner künftige keine Newsletter mehr schicken. Die Vertragsstrafe: Bemerkenswert niedrige 500 Euro.

Kaum ist die unterschriebene Unterlassungserklärung zurückgeschickt, häufen sich Eintragungen der streitgegenständlichen E-Mail-Adresse im Newsletter-Anmeldeformular des Mandanten – der IP-Adresse nach zu urteilen stammen sie aus der Stadt, aus der auch die Abmahnung kam.

Will da jemand seinen Konkurrenten ärgern, indem er ihn wahllos für Newsletter anmeldet? Oder meint da umgekehrt jemand, bei lumpigen 500 Euro würde eine Rechtsabteilung dann schon nicht so genau hinschauen? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

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Felix Hilgert

Felix Hilgert

Associate at Osborne Clarke
Felix Hilgert ist bei Osborne Clarke als Rechtsanwalt im IT-Team tätig und berät Unternehmen vom Start-Up bis zum Marktführer im IT- und E-Commerce-Recht, zu Softwareverträgen und allen Aspekten des Interactive Entertainment.

4 Kommentare zu "Single opt-in und eine neue Masche?"

  1. Klaus

    Da hilft nur eins: double opt-in!

    Ich als stolzer Besitzer einer Mailadresse @ finde, das einfache opt-in vor allem für email gehört sowieso verboten!
    Was habe ich schon für emails bekommen… Anwort auf Foreneinträge, die ich nie geschrieben haben, Newsletter ohne Ende, die ich nie bestellt habe.

  2. Andreas Lober

    Dann bleibt nur zu hoffen, dass sich nicht noch jemand beschwert, euer Mandant habe zu unrecht die IP-Adressen geloggt…

  3. Felix
    Felix

    Die kamen ja erst zu uns als das Kind schon im Brunnen schwamm. Mittlerweile geht da alles mit rechten Dingen zu.

  4. Konstantin Ewald
    Konstantin Ewald

    Selbstverständlich loggen all unsere Mandanten nur nach vorheriger ordnungsgemäßer, alle Anforderungen des TMG berücksichtigender Einwilligung die IP. ;-)

    Und sie würden niemals Google Analytics nutzen. :-)

    Übrigens: Einen sehr interessanten Beitrag zum Thema gibt es in dem von uns sehr geschätzten Blog http://www.gamelawblog.de/blog1.php/2009/12/20/google-analytics-kampf-gegen-cheater-und

    Frohe Weihnachten!

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