Wie man Äpfel mit Eiern verwechseln kann: ipod vs. eiPOTT


23. August 2010 4 Kommentare
Der ipod ist jedem bekannt; der eiPOTT hingegen nicht. Hier kann man ihn bewundern – es handelt sich um einen sehr stylishen, formschönen Eierbecher der Firma koziol.

Wie koziol heute in einer Pressemitteilung berichtet, erwirkte Apple eine einstweilige Verfügung (Hanseatisches Oberlandesgericht, Aktenzeichen: 5 W 84/10) gegen koziol und untersagte dieser, die Bezeichnung “eiPOTT” für einen Eierbecher zu verwenden. Es bestünde eine Verwechslungsgefahr zwischen dem Eierbecher und dem mp3-player. Insbesondere handele es sich bei “eiPOTT” um ein Kunstwort ohne klaren Sinngehalt.

Update: aufrecht.de hat heute das Urteil im Volltext veröffentlicht: klick

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Konstantin Ewald

Konstantin Ewald

Partner at Osborne Clarke
Konstantin Ewald leitet die deutsche Interactive Entertainment Practice Group von Osborne Clarke. Er berät die Games-Branche seit 2001 in allen Rechtsfragen – on- und offline. Das Branchenmagazin JUVE schreibt über ihn: “führender Name im Games-Sektor”.

4 Kommentare zu "Wie man Äpfel mit Eiern verwechseln kann: ipod vs. eiPOTT"

  1. Felix
    Felix

    Das mit dem sinnfreien Kunstwort stimmt ja nicht einmal bei “iPod” zu 100% – aber “eiPOTT” ist doch, sieht man mal von der eigenwilligen Orthographie ab, ein ohne Weiteres verständliches Kompositum?!

  2. Bernhard

    Ich hoffe alle aufrichtigen Menschen werfen sofort ihre Apfelprodukte weg und sprechen sich öffendlich gegen diese Maffiamethoden aus. Heute ist dieses US-Unternehmen morgen ist es irgendein anderes, was uns weis machen will ihr Ruf würde durch solch lustige Adaptionen gestört. Ein intelligentes Unternehmen – aber dieses verhält sich wie jede Diktatur genauso humorlos – würde eine solche Vorlage zu nutzen wissen, und nicht eine sölche lächerlich kleine witzige Idee ohne irgendeinen wirtschaftlichen Zusammenhang unterdrücken.

  3. Felix
    Felix

    Wie man dem Urteil entnehmen kann ist die Marke “IPOD” auch für Haushaltswaren geschützt – die Verwechslungsgefahr ist also vielleicht doch nicht so weit hergeholt wie man das nur aufgrund der Pressemitteilung möglicherweise vermuten konnte. Ich jedenfalls behalte mein iPhone ;).

  4. Tobias

    Wirklich ein merkwürdiges Urteil…
    Vor allem der Unterschied zur Milka- und zur AOL-entscheidung erscheint mir doch ein bisschen spitzfindig.
    Aus Protest kaufe ich meine Eierbecher ab sofort bei koziol ;-)

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